Gastroenterologie

Ultraschalluntersuchung oder Sonografie des Bauchraumes:

Diese Untersuchung mit Schallwellen ist völlig unschädlich, schmerzlos und wird in der Regel morgens nüchtern durchgeführt, um störende Überlagerungen durch Speisen und Luft zu vermeiden. Dabei werden folgende Bauchorgane untersucht:

Leber, Gallenblase und Gallenwege, die großen Bauchgefäße(Schlagader und Vene) Bauchspeicheldrüse, Nieren, Milz, Harnblase.

Außerdem können beim Mann die Prostata und bei der Frau Gebärmutter und Eierstöcke in der Regel gut eingesehen werden, wenn die Blase nicht ganz entleert ist.

Durch diese Untersuchung lassen sich früh Organveränderungen, Zysten, Tumoren, Gallen-oder Nierensteine aber auch gefährliche Veränderungen an den großen Bauchgefäßen wie z.B. ein Bauchaortenaneurysma (Erweiterung der Bauchschlagader) erkennen.

Magenspiegelung (Video-Gastroskopie)

Am Vortag sollte man nach 18 Uhr nichts mehr essen, damit der Magen am Tag der Untersuchung nicht mehr mit Speisen gefüllt ist.

Vor der Magenspiegelung kann auf Wunsch ein Betäubungs-Rachenspray gegeben werden. Wird eine Betäubungsspritze gewünscht, sollte man sich allerdings zur Praxis fahren und später wieder abholen lassen, da man nach einer solchen Spritze nicht mehr fahrtüchtig ist.

Die Gastroskopie dauert in der Regel nicht länger als 2–3 Minuten. Dabei wird ein Endoskop über den Mund bis in den Zwölffingerdarm geschoben und dann langsam zurückgezogen, wobei alle Abschnitte von Zwölffingerdarm, Magen und Speiseröhre eingesehen werden können. Bei sichtbaren Veränderungen ( Entzündungen, Geschwüre usw.) können kleine Probeentnahmen durchgeführt werden, welche später vom Pathologen unter dem Mikroskop beurteilt werden. Routinemäßig wird bei allen Untersuchungen eine Biopsie aus dem Magen vorgenommen, um eine Besiedlung der Magenschleimhaut mit Helicobacterbakterien nachzuweisen, bzw. auszuschließen. Eine Helicobacterbesiedlung erhöht nämlich das Risiko, an einem Magendarmkrebs zu erkranken.

Andererseits ist es einfach, bei nachgewiesener Helicobacterbesiedlung eine Keimausrottung durch eine einwöchige Therapie herbeizuführen.

Darmspiegelung (Video-Koloskopie)

Nach einer eintägigen Abführmaßnahme zur Reinigung des Dickdarmes wird mit einem biegsamen Schlauch, der über den After eingeführt wird, der Dickdarm untersucht. Im Spiegelgerät (Koloskop) ist eine elektronische Kamera eingebaut, mit der live Bilder aus dem Inneren des Dickdarms auf einen Bildschirm projiziert werden, wichtige Veränderungen wie Polypen, Geschwüre oder Tumore können dabei zusätzlich digital gespeichert werden.

Eine Vollnarkose wird im Allgemeinen nicht angewandt. Bei schwierigen Darmverhältnissen wie Verwachsungen nach Operationen oder schwierigen Kurven im Darm oder sehr ängstlichen Patienten, werden Medikamente verabreicht, die zu einem kurzen, tiefen Schlaf führen, in dem der Untersuchte keine Schmerzempfindungen hat. Durch die Einnahme dieser Medikamente ist der Betroffene nach der Untersuchung nicht verkehrstüchtig. Er sollte daher durch eine Begleitung nach Hause gebracht werden

Der Dickdarm ist ca. 1 Meter lang und verläuft rahmenförmig im Bauch des Menschen. Bei Veränderungen der Schleimhaut (Geschwüre oder Polypen, das sind kleine Wucherungen) können direkt Proben entnommen werden, die später vom Pathologen auf Zellveränderungen untersucht werden.

Über einen Arbeitskanal, der sich durch das Spiegelgerät zieht, können feine Instrumente wie Biopsiezangen und Schlingen in den Darm gebracht werden. Kleine Polypen werden mit der Biopsiezange abgeknipst, größere Polypen mit der Schlinge abgetragen. Diese Eingriffe sind schmerzlos.